Suzuki Presse
Bericht zur Anweisung zur Untersuchung von Ungenauigkeiten im Zusammenhang mit Abgasemissions- und Kraftstoffverbrauchsprüfungen
Bensheim, 31. Mai 2016

Dieses Dokument ist eine übersetzte Zusammenfassung des japanischen Originaldokuments. Bei Abweichungen zwischen diesem Dokument und dem japanischen Originaldokument gilt das japanische Originaldokument.


Bericht des japanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus zur "Anweisung zur Untersuchung von Ungenauigkeiten im Zusammenhang mit Abgasemissions- und Kraftstoffverbrauchsprüfungen"

Entsprechend der Weisung des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus ("MLIT") vom 18. Mai reicht Suzuki heute den Bericht ein. Wir bedauern aufrichtig das unangemessene Verhalten bei der Berücksichtigung des Fahrwiderstands abweichend von den Vorschriften des MLIT. Infolge einer weiteren Untersuchung zur Klärung der Gesamtsituation wurde in unserem Bericht vom 18. Mai ein Fehler festgestellt, den wir hiermit mitteilen.

Wir möchten uns gegenüber unseren Kunden und allen Beteiligten für damit verursachte Probleme und Vorbehalte aufrichtig entschuldigen.

Wir bestätigen jedoch, dass das Problem nicht unsere außerhalb Japans verkauften Produkte betrifft.

  • Modelle, bei denen Daten zum Fahrwiderstand verwendet wurden, die abweichend von den vorgeschriebenen Verfahren bestimmt wurden

Von den 16 Modellen des aktuellen Produktangebots sind die Modelle "Jimny", "Jimny Sierra" und "Escudo 2.4" nicht betroffen. Neben den übrigen 13 Modellen wurde auch bei dem Modell "Alto Eco" (Beginn der Fertigung: Dezember 2011, Einstellung der Fertigung: November 2014), dessen Produktion eingestellt ist, sowie bei 12 an andere Hersteller als OEM gelieferten Modellen, (insgesamt 26 Modellen) festgestellt, dass an Einzelkomponenten gemessene Fahrwiderstandsdaten und Widerstandskoeffizienten verwendet wurden.

Wir entschuldigen uns für diesen Fehler bei den betreffenden Modellen und möchten diesen Fehler hiermit korrigieren.

  • Ursachen für die Verwendung eines Messverfahrens abweichend von den vorgeschriebenen Verfahren

Um die weltweit immer strengeren Vorschriften zum Kraftstoffverbrauch zu erfüllen, entwickelte Suzuki ein Messverfahren zur Bestimmung des Widerstands jeder einzelnen Komponente sowie der Widerstandskoeffizienten. Bis 2010 konnte Suzuki den Fahrwiderstand bei Ausrollversuchen mit einer bestimmten Genauigkeit durch Kumulierung der Messung von Einzelkomponenten und Widerstandskoeffizienten bestimmen.

Nach dem Bankrott von Lehman Brothers und der internationalen Finanzkrise 2008 konnte Suzuki bei der intensiven Entwicklung neuer Modelle und Motoren nicht mehr genügend Mitarbeiter für Ausrollversuche abstellen und nicht ausreichend in die erforderliche Infrastruktur für Ausrollversuche sowie die Verbesserung der Prüfverfahren investieren.

Aufgrund der oben erwähnten Umstände maß Suzuki den Fahrwiderstand bei Ausrollversuchen nicht mehr wie vom MLIT vorgeschrieben für das Fahrzeug entsprechend Typzulassung, sondern verwendete die Fahrwiderstandsdaten aus aktuellen Messungen von Einzelkomponenten sowie die entsprechenden Widerstandskoeffizienten zum Zeitpunkt der Typzulassung.

(3) Grundlage für den Bericht, dass es keine Auswirkungen auf den Verbrauch gäbe:

Die Fahrwiderstandsdaten wurden durch kumulierte Messungen von Einzelkomponenten und Widerstandskoeffizienten an Komponenten aus der Massenproduktion ermittelt. In der Entwicklungsphase erfolgte für den Ausrollversuch eine Verifizierung mit einem Prototyp mit Komponenten, die mit Komponenten der Massenproduktion vergleichbar waren. Wir halten die Daten selbst daher für korrekt.

Durch unsere internen Untersuchungen der zugehörigen Dokumente und die Befragung der betreffenden Mitarbeiter wurde bestätigt, dass nicht beabsichtigt war, Daten zum Kraftstoffverbrauch zu manipulieren.

In der Zwischenzeit führten wir eigene Prüfungen zum Kraftstoffverbrauch an den jeweils sparsamsten Versionen der 14 Modelle durch (26 Modelle einschließlich OEM-Fahrzeuge) und nutzten dazu die bei den Ausrollversuchen gemessenen Fahrwiderstandsdaten. Die Prüfung bestätigte, dass alle Modelle einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch hatten als im Katalog ausgewiesen.


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Über Suzuki

Die Suzuki Motor Corporation mit Sitz im japanischen Hamamatsu ist der international führende Anbieter im Minicar-Segment und hat im Geschäftsjahr 2014/2015 weltweit 3,04 Millionen Fahrzeuge produziert. Der Konzern, für den weltweit 51.503 Mitarbeiter tätig sind, vertreibt seine Produkte in 196 Ländern und Regionen und ist weltweit der zehntgrößte Automobilhersteller.

Im Geschäftsjahr 2014/15 lag der Umsatz bei 3,01 Billionen Yen (23,3 Milliarden Euro*). Mit einem Betriebsergebnis von rund 190 Milliarden Yen (1,47 Mrd. Euro*) konnte die Suzuki Motor Corporation ihren Gewinn um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Die weltweiten Verkäufe umfassten im Geschäftsjahr 2014/15 2,87 Millionen Autos. Suzuki unterhält 35 Hauptproduktionsstätten in 24 Ländern und Regionen.

Mit seinem „Way of Life!“ steht Suzuki weltweit für die Markenattribute Begeisterung, Bodenständigkeit, Wertigkeit, Sportlichkeit und Teamgeist. Diese Werte manifestieren sich unter anderem in innovativen, auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Produkten und überzeugenden Kernkompetenzen, unter anderem in den Bereichen Offroad und Allrad, basierend auf einer über 100-jährigen Unternehmensgeschichte.

Die Suzuki Deutschland GmbH steuert vom hessischen Bensheim aus die bundesweiten Aktivitäten der drei Geschäftsbereiche Automobile, Motorrad, ATV und Marine. Mit 375 Mitarbeitern erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014/15 einen Umsatz in Höhe von rund 591.6 Millionen Euro. Im Jahr 2015 wurden 30.903 Fahrzeuge zugelassen.

* Wechselkurs vom 31. März 2015: 1 Euro = 128,9 Yen