Suzuki Presse
Stellungnahme zum Erdbeben in Japan
  • Suzuki Motor Corporation stoppt Produktion in den japanischen Werken bis mindestens 16. März
  • Suzuki Unternehmenszentrale in Hamamatsu nicht von Erdbebenschäden betroffen
  • Automobil-, Motorrad- und Außenborderauslieferung in Deutschland gesichert
Hamamatsu / Bensheim, 15. März 2011

Die Mitarbeiter der Suzuki International Europe GmbH im hessischen Bensheim drücken ihr tiefstes Mitgefühl für die vom Erdbeben in Japan betroffene Bevölkerung aus. In dieser schwierigen Situation hat die Sicherheit der japanischen Kolleginnen und Kollegen sowie ihrer Familien und Freunde die höchste Priorität.

Weder die Suzuki Unternehmenszentrale im japanischen Hamamatsu noch die umliegenden sechs Werke haben Schaden genommen, auch Mitarbeiter wurden nicht verletzt. Hamamatsu liegt in der Luftlinie etwa 500 Kilometer südlich des Katastrophengebietes und 250 Kilometer südwestlich von Tokio. Suzuki unterhält zudem in der Katastrophenregion keine Werke. Derzeit wird ständig ermittelt, ob Händler und Geschäftspartner in der Krisenregion betroffen sind. In Anbetracht der unübersichtlichen Situation ist es jedoch schwierig, aktuelle Informationen zu erhalten.

Aufgrund der aktuellen Situation im ganzen Land und aus Sorge um die Sicherheit der Mitarbeiter und ihrer Familien hat die Suzuki Motor Corporation entschieden, die Produktion in allen japanischen Werken bis mindestens 16. März zu unterbrechen. Anschließend soll auf Basis der dann vorhandenen Informationen entschieden werden, wann die Produktion wieder aufgenommen werden kann. In den japanischen Werken in Takatsuka, Kosai, Iwata, Toyokawa, Sagara und Osuka, die sich größtenteils in direkter Umgebung von Hamamatsu befinden, werden Automobile, Motorräder, Außenbordmotoren und Fahrzeugteile hergestellt.

Nur etwa 25% der in Deutschland und Europa verkauften Suzuki Automobile stammen aus japanischen Werken, der überwiegende Teil der Fahrzeuge wird im ungarischen Esztergom sowie in Indien produziert. Aufgrund des Produktionsvorlaufes und ausreichenden Lagerkapazitäten ist mit ernsthaften Lieferengpässen derzeit nicht zu rechnen. Auch die Ersatzteilversorgung ist im Moment sichergestellt.

Die Suzuki Außenbordmotoren werden zu etwa zwei Drittel in thailändischen Werken produziert, das restliche Drittel stammt aus japanischer Produktion. Auch hier erwartet Suzuki aufgrund des Bestellvorlaufs derzeit keine Lieferengpässe.

Etwas anders gestaltet sich die Situation im Bereich Motorrad, da ca. 90% der in Deutschland verkauften Motorräder aus japanischen Werken stammen. Derzeit sind noch alle Modelltypen sofort verfügbar, aufgrund des saisonalen Geschäftes könnten jedoch schon in Kürze leichte Engpässe auftreten, sollte sich die Lage in Japan nicht wie erwartet kurzfristig verbessern.

Die Suzuki International Europe GmbH ist ständig in engem Kontakt mit den japanischen Kollegen in Hamamatsu, und hält sowohl Mitarbeiter als auch Händler über die aktuelle Situation in Japan auf dem Laufenden.

Über Suzuki

Die Suzuki Motor Corporation mit Sitz im japanischen Hamamatsu ist der international führende Anbieter im Minicar-Segment und hat im Kalenderjahr 2010 als weltweit neuntgrößter Automobilhersteller 2,89 Millionen Fahrzeuge produziert (Stand: Januar 2011). Der Konzern, für den weltweit 51.503 Mitarbeiter tätig sind, vertreibt seine Produkte in 196 Ländern und Regionen. Im Geschäftsjahr 2009/2010 lag der Umsatz bei 2.469 Milliarden Yen (20,5 Milliarden Euro*). Mit einem operativen Betriebsergebnis von rund 79,37 Milliarden Yen (660 Millionen Euro*) konnte die Suzuki Motor Corporation auch im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Plus abschließen. Die weltweiten Verkäufe umfassten im Jahr 2010 unter anderem 2,589 Millionen Autos sowie 2,853 Millionen Motorräder und ATV. Suzuki unterhält 35 Hauptproduktionsstätten in 22 Ländern und Regionen.

Mit seinem „Way of Life!“ steht Suzuki weltweit für die Markenattribute Begeisterung, Bodenständigkeit, Wertigkeit, Sportlichkeit und Teamgeist. Diese Werte manifestieren sich unter anderem in innovativen, auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Produkten und überzeugenden Kernkompetenzen, unter anderem in den Bereichen Off-Road und Allrad, basierend auf einer über 100-jährigen Unternehmensgeschichte.

Die Suzuki International Europe GmbH steuert vom hessischen Bensheim aus die bundesweiten Aktivitäten der drei Geschäftsbereiche Automobile, Motorrad und Marine. Mit 338 Mitarbeitern erzielte die Gesellschaft im Jahr 2009/2010 einen Umsatz in Höhe von rund 661 Millionen Euro. Suzuki zählt in Deutschland, dem härtesten Pkw-Markt der Welt, zu den wachstumsstärksten Automobilanbietern. Im Jahr 2010 wurden 32.549 Fahrzeuge zugelassen.

*Wechselkurs vom 10. Mai 2010: 1 Euro = 120,23 Yen